Was ist deutsch-dänischer krieg?

Der Deutsch-Dänische Krieg fand im Jahr 1864 statt und war ein Konflikt zwischen dem Königreich Dänemark und dem Deutschen Bund. Hauptgrund des Krieges war der Streit um die Herzogtümer Schleswig und Holstein, die zur dänischen Krone gehörten, aber eine starke deutsche Bevölkerung hatten.

Die dänische Regierung hatte 1863 eine Verfassungsänderung durchgesetzt, um Schleswig stärker an das dänische Königreich zu binden. Dieser Schritt wurde von Deutschland als Verletzung der Londoner Verträge von 1852 angesehen, in denen die gemeinsame Souveränität beider Länder über Schleswig und Holstein festgelegt war.

Im Januar 1864 marschierten preußische und österreichische Truppen in Schleswig-Holstein ein, um Dänemark zum Verzicht auf die Herzogtümer zu zwingen. Der preußische Generalleutnant Friedrich Graf von Wrangel führte die preußische Armee an. Dänemark versuchte, den Krieg diplomatisch zu lösen, aber diese Bemühungen waren erfolglos.

Die Schlacht bei Dybbøl am 18. April 1864, bei der die preußisch-österreichischen Truppen die dänische Festung Dybbøl eroberten, war eine entscheidende und verlustreiche Niederlage für Dänemark. Infolgedessen musste Dänemark den Waffenstillstand von Wien akzeptieren und Schleswig, Holstein und Lauenburg an Preußen und Österreich abtreten.

Für den Deutschen Bund war der Krieg ein wichtiger Schritt, um die deutschen Territorien zu vereinigen und den Prozess der deutschen Einigung einzuleiten. Für Dänemark war die Niederlage im Krieg eine nationale Tragödie und löste eine Zeit der politischen Umgestaltung aus.

Der Deutsch-Dänische Krieg legte den Grundstein für die kommenden Konflikte in Europa, darunter den Deutschen Krieg von 1866 und letztendlich den Deutsch-Französischen Krieg von 1870/1871.